Drehverbindungen bestehen aus jeweils einem Innen - und Außenring (1/2), einem integrierten Laufbahnsystem, optional ist eine Innenoder Außenverzahnung (3) vorhanden. Eine funktionale Dichtung (4) dichtet das Laufbahnsystem an Ober- und Unterseite ab. Drehverbindungen sind für Fettschmierung ausgelegt, die Schmierung erfolgt über Schmiernippel (5).
Abbildung 1
In der Drehverbindung übertragen Wälzkörper (6) die Belastungen zwischen dem Innen- und Außenring. Die Tragfähigkeit des Laufbahnsystems wird neben anderen Parametern durch die Lagerbauform, die Einhärtetiefe, die Wälzkörpergröße und -anzahl bestimmt. Zwischenstücke (7) halten die Wälzkörper der Wälzkörperkette auf Abstand und vermeiden Verschleiß. Die Wälzkörper werden werksseitig durch den Füllstopfen (8) eingeführt und dieser durch einen Spannstift (9) gesichert. Die Kraftübertragung auf die Anschlußkonstruktion erfolgt durch Schrauben. Hierfür sind Durchgangs- oder Gewindebohrungen (10) im Innen- und Außenring vorgesehen.
Je nach äußerer Belastung stellen sich unterschiedliche Lastverteilungen und Tragwinkel in der Wälzkörperkette ein. unter Axiallast sind alle Wälzkörper in gleicher Richtung belastet bei Radiallast trägt ein Segment der Wälzkörperkette die Last bei Kippmomentbelastung trägt ein Segment auf einer Seite und ein Segment auf der gegenüberliegenden Laufbahnseitemeist treten Kombinationen aus Axial-, Radial- und Kippmomentbelastungen auf (Abbildung 2)
Alle Katalogangaben sind nur für aufliegende Belastung nach Abbildung 4 gültig!
Unsere Standard-Drehverbindungen sind mit einer Stirnrad-Geradverzahnung ausgeführt. Zulässige Drehmomente sind in den Drehverbindungstabellen angegeben.
Die Polymerabdichtungen schützen die Drehverbindung vor dem Eindringen von normalem Schmutzaufkommen, Staub und leichtem Spritzwasser. Bei starkem Schmutzaufkommen, Schwallwasser oder mechanischer Beanspruchung sind die Dichtungen durch vorgeschaltete Labyrinthe oder zusätzliche Dichtungen an der Anschlusskonstruktion zu schützen. Die Funktionsfähigkeit und erreichbare Lebensdauer der Drehverbindung ist in starkem Maße davon abhängig, dass keine Schmutzpartikel in die Drehverbindung eindringen.Hochdruckreiniger dürfen zur Reinigung von Drehverbindungen nicht verwendet werden.
IMO Drehverbindung können in Standardausführung von -25°C bis +70°C eingesetzt werden. Bei höheren bzw. niedrigeren Betriebstemperaturen bitten wir um Rücksprache.