Drehverbindungen können wahlweise mit einer Stirnrad-Geradverzahnung nach DIN 3960, DIN 3962 und DIN 3967 ausgeführt sein. Je nach Baureihe der Drehverbindung ist die Verzahnung normalisiert oder vergütet ausgeführt. Sind höhere Drehmomente erforderlich bzw. wird eine entsprechende Lebensdauer gefordert, besteht die Möglichkeit die Verzahnung in vergüteter bzw. in gehärteter Ausführung herzustellen. Sonderverzahnungen sind auf Anfrage möglich.
Die Angaben sind den Maßtabellen zu entnehmen und als Verzahnungsumfangskraft definiert und beziehen sich auf den Zahnfuß. Die Werte für fz max sind mit einer Sicherheit gegen Bruchvon 2 berechet, die Werte für fz norm sind gegen Dauerfestigkeit im Zahnfuß mir SF = 1 berechnet. Das Ritzel wurden dabei als gehärtet und geschliffen mit z1=17 und x1=0,5 berücksichtigt. Bei den Baureihen 120 und 920 beträgt die Sicherheit gegen Bruch 1,5 die Werte für fz norm sind mit SF = 0,85 ermittelt und liegen damit im Zeitfestigkeitsbereich.Bei der üblichen einseitigen Ritzellagerung sollte die statische Sicherheit von 1.5 nicht unterschritten werden. Wird ein Ritzel mit kleinerer Zähnezahl und Profilverschiebung verwendet, bitten wir umRücksprache mit unserer Anwendungstechnik.Die erforderliche Verzahnungsumfangskraft kann aus dem vorhandenen oder erforderlichen Drehmoment ermittelt werden:
Je nach dem ob man Fz aus dem Drehmoment an der Drehverbindungoder am Ritzel ermittelt, muß die entsprechende Zähnezahl und dasentsprechende Drehmoment eingesetzt werden.Sind detailliertere Berechnungen wie zum Beispiel Lebensdauer usw.notwendig, wenden Sie sich bitte an unsere Anwendungstechnik.
Die zulässigen Zahnkräfte (Verzahnungsumfangskraft) wurden miteinem Ritzel mit z1=17 und x1=0.5 ermittelt. Falls keine besonderenForderungen bezüglich der Übersetzung bestehen, kann dasAntriebsritzel mit diesen Verzahnungsdaten ausgeführt werden. DieZahnbreite des Ritzels sollte immer etwas breiter als die Verzahnungder Drehverbindung ausgeführt sein. Die Differenz der Zahnbreitensollte etwa 1 mal Modul betragen.Werden für das Ritzel Zähnezahlen kleiner 17 verwendet, ist dieVerzahnung rechnerisch zu überprüfen. Bei sehr hohen Zahnkräftenempfehlen wir eine Kopfflankenrücknahme am Ritzel und einebreitenballige Ausführung, sprechen Sie hierzu unsere Anwendungstechnik an. Die empfohlene Verzahnungsqualität für das Ritzel ist 8e26 oder besser.
Das Zahnflankenspiel wird an der höchsten Stelle der Verzahnungeingestellt. Es ist abhängig vom Modul der Verzahnung und wird nach folgender Formel berechnet:
δf = 0.03 bis 0.04 • mZur Einstellung des Verdrehflankenspiels ist der Verzahnungsbereichmit der größten Rundlaufabweichung mit grüner Farbegekennzeichnet. An dieser Stelle ist das Flankenspiel einzustellen.
Bei Anwendungen in denen mit Stößen zu rechnen ist, müssen entsprechende Stoßfaktoren bei der Bestimmung des max. Drehmomentes eingerechnet werden.
Die zu erwartende Lebensdauer der Verzahnung hängt entscheidendvon den Betriebsbedingungen ab. Hierzu zählen u.a.:
Grundsätzlich sollte der Antrieb nicht zu knapp dimensioniert werden,denn der Drehwiderstand einer Drehverbindung kann bedingt durchdie Lastkombination, dem Betrag der Belastung, der Ausführung derAnschlußkonstruktion, dem Lagerspiel und vielen weiteren Faktorenstärker streuen.Wird das erforderliche Antriebsdrehmoment aus dem Drehwiderstandder Drehverbindung ermittelt, sollte vom doppelten rechnerischenWert zur Auslegung der Antriebsleistung ausgegangen werden.Ebenso sind Zuschläge zur Beschleunigung und Verzögerung derbewegten Massen und je nach Anwendung ein weiterer Leistungsbedarf zu berücksichtigen.